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Kinder- und Jugendbüro Kirchzarten unter neuer Leitung

07.02.2018

Kirchzarten (de.) Beinahe zehn Jahre lang hat Natalia Albrecht als Leiterin des Kinder- und Jugendbüros Kirchzarten die Jugendarbeit

in Kirchzarten geprägt. Zum ersten Januar wechselte sie als kommunale Suchtbeauftragte ins Landratsamt. Bis Juni ist sie noch mit 20 %

bei der Gemeinde angestellt, um begonnene Projekte zu beenden und einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten.
Neue Leiterin des Kinder- und Jugendbüros ist nun Martina Mödl. Die 42-jährige Diplom-Sozialpädagogin war lange in der Jugendberufshilfe und danach als Schulsozialarbeiterin an der Werkrealschule Dreisamtal tätig. Sie hat selbst Kinder im Alter von elf und sechzehn Jahren und wohnt in Oberried. Sie bringe nicht nur eine ungeheure Professionalität mit, sondern sei darüber hinaus auch sehr gut im Dreisamtal verortet und vernetzt, so Natalia Albrecht, und das nicht nur mit den Einrichtungen im Dreisamtal, sondern auch mit den Jugendlichen.
Mödl hat Zusatzqualifikationen als Erlebnispädagogin, Sozialtrainerin mit Schwerpunkt Mobbingintervention und systemische Beraterin.

 

Der systemische Ansatz ist die Basis der Arbeit des Kinder- und Jugendbüros in Kirchzarten. Die systemische Beratung sei nicht nur eine spezielle Art der Gesprächsführung, sondern auch eine Haltung, erklärt Mödl. Im Vordergrund stehe die Wertschätzung der Jugendlichen. Es gehe darum, Jugendliche mit Problemen dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden. Deshalb gebe es keine Ratschläge von oben herab. Unsere Leistungsgesellschaft fordere ungeheuer viel von den Jugendlichen und meist würden nur ihre Defizite gesehen. Ihnen werde vor Augen gehalten, was sie nicht können. In der systemischen Beratung wolle man den Jugendlichen den Blick dafür zu öffnen, dass sie auch Stärken haben und viele Dinge sehr gut können.

 

Während die Arbeitsschwerpunkte Martina Mödls die Suchtprävention und Medienpädagogik sind, ist ihre Kollegin, Christina Schweizer, für die Jugendpartizipation und die offene Jugendarbeit zuständig. Die 27-jährige Erziehungswissenschaftlerin ist sehr naturverbunden und verantwortlich für die Gartenbande, die mit ihr zusammen den Garten des Kneipp-Vereins mit Leben erfüllt. Außerdem begleitet Schweizer die Trekking-Touren in den Alpen, die Bestandteil des Ferienbetreuungs-programms sind.

 

Die Jugendpartizipation werde in Kirchzarten sehr ernst genommen und tatsächlich gelebt, so Schweizer. Dabei gehe es darum, Jugendliche früh schon an politische Teilhabe heranzuführen und in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. Konkret arbeiten in Kirchzarten Jugendliche an der Planung des Giersbergplatzes mit und machen so die Erfahrung, dass man in unserer Demokratie die Möglichkeit hat, Dinge zu beeinflussen und zu verändern.

 

Am 6. März 2018 findet im Kurhaus in Kirchzarten die zweite „Juparti“ statt. Aus allen Kirchzartener Schulen werden gewählte Schüler

und Schülerinnen zur Juparti entsandt, die dort dann in Workshops und im Plenum jugendrelevante Themen wie öffentliches WLAN, Belebung öffentlicher Plätze, Graffitigestaltung des Jugendzentrums bearbeiten. Erwartet werden über hundert Schüler und Schülerinnen.